Angedacht - Mutter Maria

Der Wonnemonat Mai. Wir feiern Muttertag und freuen uns am Frühling.

Wir können uns wieder vermehrt im Freien aufhalten und darauf hoffen, dass es Licht am Ende des Corona-Tunnels gibt.

In katholischen Kreisen kommt im Monat Mai traditionell Maria, die Mutter Jesu, in den Blick.

Maria, eine Frau, die von Gott auserwählt wurde.

Eine Frau, die sich nicht zu Schulden kommen ließ.

Eine Frau, die im Hintergrund agierte und ihrem Sohn den Rücken frei hielt.

Eine Frau, die ihren Glauben lebte und anderen vorlebte.

Eine Frau, die uns auch heute noch Vorbild sein kann, wie gelebter Glaube aussehen kann.

Eine Frau ohne Zorn, ohne Hass, sondern mit Liebe, Respekt und Bodenständigkeit.

Wie wir den Glauben leben können, in einer ganz einfachen Formel, davon erzählt uns das Johannesevangelium. In Kapitel 15 gibt uns Jesus folgendes Gebot mit auf den Weg:

„Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe.“

Wenn es nur so einfach wäre: Liebt einander! Und doch tun wir uns oft so schwer damit. In der aktuellen Situation, in der viele von uns an ihre Belastungsgrenzen kommen und mehr auf sich selber schauen, als auf andere. Aber auch in früheren Zeiten war der Glaube oft ein Vorwand um seine Eigene Macht auszubauen. Für den Glauben wurden Kriege geführt, Menschen getötet. Das hat nichts mit der von Jesus gepredigten LIEBE zu tun.

Marias Leben war nicht einfach. Das Volk wurde von der Besatzungsmacht klein gehalten. Ihr Sohn wurde nicht nur geliebt und geehrt, sondern auch angefeindet und schlussendlich getötet. Sie hätte allen Grund gehabt, mit Hass und Wut durchs Leben zu gehen, doch sie hat ihren Glauben weitergelebt: „Liebt einander!“

Ich wünsche Ihnen allen eine gute Woche und allen Müttern unter Ihnen einen gesegneten Muttertag!

Ihr Frank Schien, Gemeindereferent


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