Impuls der Woche - In aller Munde

Nach den Unwettern der vergangenen Tage herrschen Trauer und Entsetzen ob der vielen Toten, Vermissten und den unermesslichen Zerstörungen. Unser Mitgefühl in diesen schweren Stunden gilt den Opfern, Verletzten und ihren Liebsten. Die vielen Helferinnen und Helfern vor Ort sind ein Zeichen der Solidarität.

 

Klee

 IBB07/2021

Angesichts der historisch beispiellosen globalen Klima-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitskrise sehen wir die Diskrepanz zwischen der globalen Bedeutung und der Art und Weise, wie es im Alltag gelebt wird.

Die Thematik „Bewahrung der Schöpfung“ muss immer häufiger ihren Platz in der Verkündigung, in der Liturgie und bei den Fürbitten haben.

Für die franziskanische Familie gehören Schöpfungsglauben und Vernunft zusammen. Mit der Umwelt - Enzyklika „Laudato Si“ setzte Papst Franziskus ein deutliches Zeichen. „Die Politik und die Wirtschaft neigen dazu, sich in Sachen Armut und Umweltzerstörung gegenseitig die Schuld zuzuschieben. Was man jedoch erwartet, ist, dass sie ihre eigenen Fehler erkennen und Formen des Zusammenwirkens finden, die auf das Gemeinwohl ausgerichtet sind. Während die einen nur verzweifelt nach wirtschaftlicher Rendite streben und die anderen nur versessen darauf sind, die Macht zu bewahren oder zu steigern, haben wir als Ergebnis Kriege oder unlautere Vereinbarungen, bei denen es beiden Teilen am wenigsten darum geht, die Umwelt zu schützen und für die Schwächsten zu sorgen“ (LS 198).

Wir wissen viel über die Zusammenhänge zwischen unserem Tun und den Folgen für die Schöpfung. Doch ertappen wir uns immer wieder dabei, dass der Weg vom Wissen zum selbstverständlichen Tun ziemlich lang sein kann. Denn auf die kleinen Ausnahmen, die wir uns erlauben, wird es schon nicht ankommen.

 

Maisfeld

Überflutetes Maisfeld zwischen Geradstetten und Grunbach          IBB07/2021

Unsere Erde hat massives Fieber. Wir heizen sie unaufhörlich auf. In Sibirien brennen die Moore, im Amazonasurwald lodern die Brandrodungsfeuer, Sydney ist ob der riesigen Brände von Rauchwolken eingehüllt, in Kanada und Kalifornien ist die Hitze unerträglich. Im südlichen Afrika leiden die Menschen unter der größten Dürre seit 35 Jahren. Auch in Deutschland häufen sich die Naturkatastrophen.

In einer Karikatur trifft unsere Erde auf einen Nachbarplaneten. „Ich habe homo sapiens“ klagt die Erde. „Keine Angst, das geht vorüber!“

Schon aus einem Interesse ob des eigenen Überlebens müsste die Menschheit den Planeten schützen, ganz zu schweigen von dem franziskanischen Schöpfungsverständnis, dass jedes Wesen auf dieser Erde ein Eigenrecht hat und um seiner selbst willen da ist.

Guter und treuer Gott,
schenke mir in notwendigen Dingen deinen Geist der Einsicht,
in fraglichen Dingen deinen Geist der Freiheit,
in allem aber die Liebe.
Begleite du Gott
mein Ringen, mein Tun und Lassen.


Stühlingen: Wiedereröffnung am 17.Juli

 

Kapuziner

FOTO: KAPUZINER/RAUSER

Franziskanisch geschwisterlich zusammenleben

IN STÜHLINGEN LEBEN KAPUZINER UND FRANZISKANERINNEN IN EINER GEMEINSCHAFT ZUSAMMEN. SIE LADEN MENSCHEN DAZU EIN, IHR LEBEN MIT IHNEN ZU TEILEN.

In Stühlingen leben vier Kapuzinerbrüder und zwei Schwestern der Franziskanerinnen von Reute in geschwisterlicher Gemeinschaft. Zusammen mit Gästen pflegen sie einen einfachen, franziskanischen Lebensstil. In Gebet und Stille richten sie sich immer wieder auf Gott aus. In Achtsamkeit für die Schöpfung bestellen und nutzen sie den großen Klostergarten. Mit einem großen Freundeskreis von Gästen und Menschen aus der Region wissen sie sich gut verbunden.

Nach der dritten Coronawelle geht es wieder los! Der Gästebetrieb im Kloster Stühlingen beginnt Mitte Juli wieder. Anmeldungen sind ab sofort möglich. 

Das Kloster zum Mitleben in Stühlingen öffnet zum 17. Juli seine Pforten. Seit Oktober konnten aufgrund der Corona-Pandemie keine Gäste mehr aufgenommen werden. „Wir als Klostergemeinschaft freuen uns sehr, endlich wieder Gäste bei uns begrüßen zu dürfen! Wir wissen, dass viele diesen besonderen Ort in ihrem Leben sehr vermisst haben“, sagt Bruder Harald Weber, Leiter der Gemeinschaft in Stühlingen. 

Für die Wiederaufnahme des Gästebetriebes gilt ein besonderes Schutzkonzept. Für das Zusammenleben gilt das Motto „Geimpft, genesen, getestet“. „Damit können wir allen Interessierten ermöglichen, an einer Mitlebe-Woche teilzunehmen. Wir wollen für unsere Gäste und uns das Ansteckungsrisiko soweit wie möglich minimieren“, sagt Bruder Harald.


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Kontakt: Kloster zum Mitleben, Loretoweg 12
79780 Stühlingen
Tel.: +49 (0)7744. 93993


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