Impuls der Woche - Ich will, dass Du bist

„Ein Fest naht, ein Fest wie kein anderes. für alle, die guten Willens sind. Ein Fest, dessen Geist die Welt umspannt und über Berge und Täler die Botschaft verkündet: Christ ist geboren“ (Joachim Ringelnatz)

Auch Weihnachten 2021 ist anders als sonst. COVID hat uns im Griff. Weiterhin hohe Infektionszahlen, volle Intensivstationen, viele Verstorbene. Wir kämpfen heute gegen die Delta-Variante. Die Omikronwelle wird im Januar erwartet. Da kann einem der Gedanke an Weihnachten ganz schön vergehen. Nehmen wir die Last der Maske und der Impfung auf uns - auch für die anderen! Das Coronavirus deckt Seiten unseres Menschseins auf, die wir oft nicht wahrhaben wollen, die uns aber Schritt für Schritt durch unser Leben begleiten: die eigene Verletzlichkeit und die doch sehr drastischen spürbaren Grenzen unserer Freiheit.

Doch auch im Jahr 0 war in Bethlehem nicht alles perfekt und trotzdem kam Jesus in diese Welt, um sie mit seiner Gegenwart zu erfüllen. Die Geburt Jesus kann in jedem Menschen als Prozess, als dynamische Entwicklung stattfinden, die sich jeden Tag ereignet, wenn wir dieser Wirklichkeit Raum und Achtsamkeit schenken. So können wir die sinnvolle weihnachtliche Erfahrung machen: Ich will, dass Du bist!

 

ET VERBUM CARO FACTUM EST

Ultraschall

UND DAS WORT IST FLEISCH GEWORDEN

JOH 1,14

Er, der das Licht der Welt ist, bringt als Geschenk Liebe und Frieden mit.

 

Kind

Fotos: DNGO 2021

 

So können wir unsere Hoffnung in die Gesellschaft einbringen, indem wir deutlich machen, dass wir an mehr glauben als Tod und Untergang. Wir glauben an das Leben, wir glauben, dass Weihnachten uns die Kraft gibt, Abstand, Distanz, Vereinsamung und Verzweiflung zu überwinden und uns für die Hoffnung einzusetzen.

Die Geburt Jesus hilft uns, an einem Weihnachtsfest inmitten einer globalen Pandemie und ohne allen Kitsch der Konkretheit der Liebe Gottes näher zu kommen. Gott kam nicht in diese Welt, um uns von allem Leid zu befreien, sondern um sie mit seiner Gegenwart zu erfüllen. Er kam nicht in die Welt, um das Leid zu erklären, sondern um es mit uns zu ertragen. Er kennt unsere Verletzlichkeit, unseren Schmerz, unser Leid und unser Mensch sein in all seinen Facetten.

Würden sich doch Worte in uns und zwischen uns ereignen, bei uns wohnen und „Fleisch werden“, gerade die großen Worte unserer menschlichen Sehnsucht: Friede, Gerechtigkeit, Würde, Erbarmen, Partnerschaft, Du ….

Es geht darum, wie wir unser Menschsein begreifen: Als großen Egoismus oder als vertrauende Freiheit, die sich auch heute von jener Liebe berühren lässt, die uns vor 2021 Jahren im Kind von Bethlehem begegnen wollte.

Gesegnete Weihnachten!

PACE E BENE

Ihr Br. Konrad (Bernd-Günter Barwitzki)

Kontakt:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!