Jahresrückblich 2021 - St. Michael Remshalden

Liebe Gemeinde,

letztes Jahr hatte ich erwähnt, dass es 2021 unsere Aufgabe sein wird, Kirchengemeinde neu zu denken, ohne das Althergebrachte zu vergessen oder gar herunterzuspielen. Ich denke in der Rückschau ist dies in den gegebenen Rahmenbedingungen ganz gut gelungen.

Not macht erfinderisch sagt das Sprichwort, und so haben wir Gottesdienste im Freien durchgeführt, als uns die Verordnungen Gottesdienste in den Kirchen untersagt haben. Bei Regen waren dann Pfarrer, Minis und Sänger im Saal, während die Besucher im Zelt auf der Terrasse mitfeierten

Zudem wurde bereits im letzten Jahr die Idee geboren, (an den Adventssonntagen) ein Adventssingen anzubieten. Dieses Jahr konnten wir das dann in die Tat umsetzen und haben an allen 4 Adventssonntagen mit Feuerschale, Andachtstexten und vielen Liedern den adventlichen Geist eingefangen.

Es wurde zweimal Erstkommunion in insgesamt 4 Gottesdiensten gefeiert, damit 12 Kinder aus 2020 sowie 24 Kinder diesen Jahres zum ersten Mal an den Tisch des Herrn gehen durften. Und wir freuen uns sehr über unsere 8 neuen Ministranten aus diesen zwei Jahrgängen!

Es zeigt sich, wie lebendig unsere Kirchengemeinde ist, wenn unsere Kirchenentdecker den Gottesdienst mitgestalten, wenn Mose in unseren Bibelerlebnistagen zu Gast ist oder wenn sich Familien auf den traditionellen Emmausgang am Ostermontag machen.

Dieses Jahr möchte ich exemplarisch für die vielen ehrenamtlichen Dienste der Gemeinde vor allem auf die pastoralen Dienste eingehen. Allen voran die Wortgottesdienstleiter, die immer einspringen, wenn sich eine Lücke auftut. Dieses Jahr war besonders herausfordernd, da in der Seelsorgeeinheit statt 4 Erstkommunionen ca. die dreifache Menge an Feiern nötig war. Dazu kam der länger Ausfall von Pfr. Ukwandu sowie 11 Firmgottesdienste.

Kommunionhelfer, Kantoren, Lektoren, Ministranten und Organisten sind wie selbstverständlich immer in den Gottesdiensten dabei. Was insbesondere angesichts der aktuellen Herausforderungen alles andere als das ist!

Dass ehrenamtliches Engagement auch von der bürgerlichen Gemeinde gewürdigt wird zeigt die alljährliche Verleihung der Bürgermedaille. Herr Walz hat sie dieses Jahr für sein Engagement im ökumenischen Arbeitskreis wie auch im Verein Aufbruch erhalten.

 

Für den Kirchenchor war es erneut ein herausforderndes Jahr. Anfang des Jahres durften weiterhin nur Kleingruppen im Gottesdienst singen. Sobald wieder Proben erlaubt waren, haben wir uns teils unter schwierigen Bedingungen zunächst in der Kirche getroffen. Sehr erfreulich ist, dass nicht nur alle dabeigeblieben sind, wir haben auch Zuwachs bekommen. Auftritte gestalteten sich unter den geltenden Rahmenbedingungen schwierig. Aber immerhin durften wir Singen. Mittlerweile ist es leider so, dass eine Probenarbeit nicht mehr machbar ist. Ein Verbot wäre ehrlicher gewesen, als solche Bedingungen aufzustellen!

Im Bereich der Kirchenmusik möchte ich auch die Band Regenbogen hervorheben, die unsere Gottesdienste vor allem bei Erstkommunion und Firmung bereichert.

Im Bereich der Verwaltung zeigt sich dass die äußeren Umstände die Arbeit sehr komplizieren. Die staatlichen Regelungen werden umfangreicher, die Abläufe in der Zusammenarbeit mit Diözese und Dekanat werden aufwändiger und es gibt noch keine abgestimmten Prozesse. Dennoch konnten wir einige Projekte gut abschließen, auch wenn sich die Außensanierung der Fassade von St. Elisabeth auf das Frühjahr 2022 verschoben hat. Die Innensanierung konnte sowohl im Zeit- als auch Kostenrahmen abgeschlossen werden. Viele kleinere Aufgaben wurden durchgeführt: z. B. im Bereich der Elektrik in der Kirche Grunbach, ein neuer Schaukasten in St. Elisabeth, im Zusammenhang mit der Firmung wurde der Garten St. Elisabeth und der Gebetsgarten in Grunbach ausgebessert und verschönert. Wir konnten die alle 5 Jahre stattfindende große Bauschau abschließen. Daraus ergaben sich für alle Gebäude Maßnahmen für die nächsten Jahre.

In Grunbach wird nächstes Jahr die Sanierung des Treppenaufgangs und der Blechverwahrung des Vorplatzes angegangen. Die Flachdächer im Pfarrhausgarten sowie der Sakristei Geradstetten müssen saniert werden.

Der Kirchengemeinderat hat beschlossen, das Angebot „Essen auf Rädern“ weiterhin anzubieten, auch wenn der bürokratische Aufwand hier immer größer wird. Nächstes Jahr wird ein neues Auto beschafft und es werden dafür aktuell die Werbepartner gesucht. Auch die Kirchengemeinde wird mit einem aufgepeppten Logo darauf vertreten sein.

Für unsere Kindergärten war es wieder kein einfaches Jahr. Zum einen mussten die verschiedenen wechselnden und kurzfristig bekannt gegebenen Verordnungen der Pandemie bewältigt werden und zum anderen mussten und konnten wir verschiedene teils heikle Personalthemen klären. An dieser Stelle ein großes Dankeschön den beiden Leitungen, Frau Szontag in Grunbach und Herr Mayr in Geradstetten sowie dem AK Kindergarten.

Die statistischen Zahlen lassen sich nur bedingt mit den letzten Jahren vergleichen, deshalb verzichte ich auch weiterhin auf die Zahlen der Gottesdienstbesucher einzugehen. Wir hatten letztes Jahr 20 Taufen, bei nur einer Eheschließung. Die Anzahl der Gemeindemitglieder ist mit 2821 ähnlich der letzten beiden Jahren. Die Kirchenaustritte liegen mit 36 auf dem höchsten Wert der letzten 10 Jahre. Beerdigungen waren es letztes Jahr 35.

 

Die Spendenbereitschaft unserer Kirchengemeinde ist weiterhin ungebrochen, wenn auch deutlich niedriger als die letzten Jahre. Bei den Sternsingern haben wir ein sehr achtbares Ergebnis von knapp 14.000€ erreicht. Wenn man in Betracht zieht, dass wir nicht von Haus zu Haus laufen durften, kann man die Zahl besser einschätzen.

Liebe Gemeinde vieles lässt sich noch aufzählen. So kämpft die KAB für Ihre Anliegen wo es nur möglich ist, die Seniorenarbeit gestaltet sich extrem schwierig, unsere Mesnerinnen und die Pfarrsekretärinnen, die immer ansprechbar und Problemlöser sind. Herzlichen Dank!
Ein Dankeschön gilt unseren Seelsorgern um Pfr. Lukaschek, dessen Belastbarkeit in der Pandemie aufs äußerste getestet wird. Erinnern möchte ich an unsere Aushilfe Pfarrer Luke, der Pfr. Ukwandu vertreten hat. Pater Joy konnte wie schon 2020 leider nicht die Sommervertretung übernehmen. Da er so auch weniger für sein Projekt werben konnte, hat der Kirchengemeinderat beschlossen, die Spenden vom 06.01. seinem Schulprojekt zur Verfügung zu stellen.

Gerade in dieser Zeit ist es wichtig die weihnachtliche Freude hoffnungsvoll in das neue Jahr 2022 mitzunehmen. Dass uns das allen gut gelingt, wünsche ich Ihnen allen im Namen des Kirchengemeinderats St. Michael Remshalden. Gottes Segen sei auf allen Ihren Wegen.

Wolfgang Müller

Gewählter Vorsitzender, St. Michael Remshalden