Angedacht - Stille

Wer von uns sehnt sich nicht nach Stille? Nach Ruhe, keinem Lärm, niemand der einen stört, nervt und in den Ohren liegt!

Viel zu selten bekommen wir diese Stille. Entweder tickt eine Uhr, die uns nicht schlafen lassen will, man hört die B29 oder die S-Bahn, Kinder schreien auf dem Spielplatz, die Musik beim Nachbarn ist wieder einmal viel zu laut aufgedreht, … . Diese Liste könnte noch unendlich fortgeführt werden.

Stille – gar nicht so einfach! Einmal sie zu bekommen und zum anderen sie dann auch auszuhalten.

Vor ein paar Wochen war ich bei der eucharistischen Anbetung in der Kirche St. Michael.
Das Allerheiligste wurde in der Monstranz auf dem Altar ausgestellt. Neben kurzen Impulsen betete jeder für sich – in der Stille. In der Kirche war es auch still, doch im Innern, in meinem Kopf war noch viel Lärm. Es brauchte seine Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Dies ging einige Zeit gut, doch dann wurde es schwer diese Ruhe auszuhalten. Es dauerte nicht lange, bis die Gedanken umherschweiften. Aus war es mit der Ruhe.

Jesus sucht immer wieder die Stille und geht an einsame Orte. Dort sucht er das Gespräch mit Gott. Für ihn ist das die Kraftquelle für sein Leben und Handeln.

Auch für uns bringt die Stille die Möglichkeit Gottes Stimme zu hören, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Unsere hektische, laute Zeit verhindert dies meistens. Unsere Umwelt, aber auch wir sind so voll Lärm, dass wir die Stimme Gottes meist überhören. Da tut Stille gut. Herunterkommen, den eigenen Akku aufladen und die Chance haben, Gottes Stimme zu hören.

In die Stille zu kommen und diese auszuhalten – keine leichte Sache. Etwas, das geübt werden muss, immer wieder, immer länger. Erst mal für sich einen Platz dafür schaffen, dann mit Geduld dranbleiben.

Ich glaube, dass dies für jeden von uns etwas Wichtiges und Richtiges sein kann, diese Stille,
hin und wieder dem Lärm der Welt und dem Lärm in einem drin zu entkommen!

Bleiben sie dran!

Stille Grüße von ihrem Gemeindereferenten Frank Schien