Angedacht - Wecken wir Christus auf

Werden die apokalyptischen Bilder im Markusevangelium Wirklichkeit angesichts der Ergebnisse von COP 26? „In jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden“ (MK 13,24). Alles bricht zusammen, was sonst verlässlich ist. Der Text spricht, umrahmt und gestaltet mit dramatischen Katastrophenszenarien, von der Sehnsucht nach dem Wiederkommen Jesu. Papst Franziskus: „Wecken wir Christus auf. Erflehen wir Gottes Gaben der Weisheit und der Kraft für diejenigen, die mit Leitung der internationalen Gemeinschaft beauftragt sind, wenn sie versuchen, dieser ernsten Herausforderung mit konkreten Entscheidungen zu begegnen, die von der Verantwortung gegenüber den heutigen und künftigen Generationen getragen sind“, heißt es in dem auf Englisch verfassten Papstbrief. „Die Zeit läuft ab; diese Gelegenheit darf nicht vertan werden, damit wir uns nicht dem Gericht Gottes stellen müssen, weil wir es versäumt haben, treue Verwalter der Welt zu sein, die er uns anvertraut hat“, macht Franziskus darin weiter deutlich.

Die Delegation des Heiligen Stuhls äußert sich: „Auch wenn es noch mehr zu tun gibt, ist es wichtig, proaktiv nach wirksamen Wegen zur Umsetzung der gemachten Zusagen zu suchen".

Unter Tränen entschuldigt sich Sharma der Vorsitzende der Klimakonferenz in Glasgow und der UN-Generalsekretär Anzonio Guterres führte aus: „Die Klimakatastrophe steht weiter vor der Tür“.

Die Klimafrage und damit die Frage nach der Verantwortung für die Schöpfung ist eine Gerechtigkeitsfrage zwischen Arm und Reich, zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden und zwischen den Generationen. Diese Gerechtigkeitsfrage muss heute beantwortet werden.

Wir haben nur gemeinsam eine Zukunft – oder eben keine.

In der Schöpfung hängt alles zusammen!

Wir müssen uns fragen, wie wir Energie gewinnen, wie wir unsere Häuser bauen, wie wir uns ernähren, wieviel Mobilität und wie viel Konsum wir wirklich brauchen?

Wird der Schrei der Erde zum Schrei der Armen? Bewältigt die Menschheit die Folgen des Klimawandels – Ernteausfälle, Hunger, Verlust von Lebensräumen, verstärkte Migration, Wetterextreme? Immer noch habe ich die Hoffnung, dass wir Menschen unseren Planeten nicht an die Wand fahren.

PACE E BENE
Ihr Diakon Bernd-Günter Barwitzki, ofs