Angedacht - Alles Müll?

Die Fastenzeit lädt ein, unseren inneren Müll loszuwerden.
Aber es gibt auch den Müll um uns herum:

Besonders sichtbar wurde dies Anfang März bei der Kreisputzete, an der viele teilgenommen haben.
Dieser Einsatz war dringend nötig. Müll wohin man schaute. Im Alltag fällt uns das meist gar nicht mehr auf, umso mehr bei der Kreisputzete, wenn der Blick darauf fokussiert ist.

In unserem Wohngebiet haben einige mitgemacht, so dass wir uns aufteilen konnten und wir nur eine Straße zu putzen hatten. Dennoch hatten wir gut drei große Säcke mit Müll gesammelt. Eindeutig viel zu viel!

Der Anblick dieser Müllmengen machte mich wütend und sprachlos.
Wie können wir Menschen so mit unserer Umwelt, mit der Schöpfung Gottes umgehen?

Es wird aktuell viel über Umweltschutz gesprochen, Gesetze erarbeitet und erlassen, aber Umweltschutz beginnt schon im Kleinen, bei uns. Da kann jeder mitmachen.

Seinen Müll nicht wegwerfen oder liegen lassen. Den Weg zum Mülleimer in Kauf nehmen oder alles daheim in die Mülltonne werfen. Überlegen, ob ich auch mit weniger Verpackung auskomme, … . Es gibt viele Möglichkeiten, die Umwelt vor Vermüllung zu schützen.

Gleich im ersten Buch der Bibel, im Buch Genesis/1. Mose, bekommen wir von Gott den Auftrag die Schöpfung zu bewahren und zu hüten. (Gen. 1,28 + 2,18).

Klar, jeder wirft nur ein kleines Stück Müll achtlos fort, ist nur ein minimaler Anteil an der großen Müllmenge.

Ist es nicht wie in der folgenden Geschichte:
Es ist wie mit einem großen Baum, der mit seinen Blättern viel Schatten spendete.
Ein Mensch kam vorbei. Die Blätter des Baumes gefielen im sehr, so dass er sich einen kleinen Ast mit Blättern abschnitt. Der Baum spendete weiterhin viel Schatten.

Doch es kamen weitere Menschen, denen die Blätter des Baumes gefielen, auch sie schnitten Äste ab. Und es kamen immer mehr, denen es gleich ging, so wurde der Schatten des Baumes immer kleiner, bis er nur noch ein Streifen Schatten spenden konnte, den Schatten seines Stammes. Der Baum verlor an Lebenskraft und starb ab.

Sägen wir nicht weiter an dem Ast, auf dem wir sitzen und nehmen wir den Auftrag Gottes wieder ernst!

Herzlichen Dank deshalb nochmals an die Helfer, die bei der Kreisputzete ihren Beitrag dazu geleistet haben.

Und vielleicht können wir uns hin und wieder folgendes Sprichwort aus Afrika zu Herzen nehmen:

"Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“

Ihnen eine gesegnete Fastenzeit
Ihr Gemeindereferent Frank Schien