Angedacht - „Jenseits der Tür …

… gibt es Frieden, ich bin sicher. Und ich weiß, es wird keine Tränen mehr geben im Himmel.“

Diese Übersetzung stammt aus dem Lied „Tears in Heaven“ von Eric Clapton.

Er schrieb diesen Song, nachdem sein vierjähriger Sohn ums Leben kam.

Mich erinnert dieses Lied an den Tod eines guten Kumpels, der mit 18 Jahren bei einem Motorradunfall ums Leben kann.

„Tears in Heaven“ war eines der Lieder, die uns als Freundeskreis in der Trauerfeier und in der Zeit danach begleiteten.

Keine einfache Zeit! Schock! Ohnmacht! Hoffnungslosigkeit! Nichtbegreifen! Leere!

So geht es vielen von uns, wenn ein uns geliebter Mensch stirbt. Der Tod kommt überraschend und endgültig!

Doch der Tod gehört zum Leben dazu. Eigentlich wissen wir das, aber das Thema Tod schieben wir gerne vor uns her und ignorieren es.

Den Tod können wir nicht verhindern und so finde ich es traurig, wenn unsere christliche Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod für immer mehr Menschen keine Rolle mehr spielt.

Gut, da sind wir in bester Tradition. Der Apostel Petrus zweifelt an der Aussage Jesu, dass er am dritten Tag auferstehen wird. Frei nach dem Motto: „Was nicht sein kann, was nicht sein darf“.

Im Matthäus-Evangelium, Kap. 16 erzählt Jesus seinen Jüngern, dass er nach Jerusalem muss. Er wird dort vieles erleiden, wird getötet und am dritten Tag auferweckt werden.

Petrus nimmt ihn beiseite, und beginnt, ihn zurechtzuweisen: „Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!“

„Was nicht sein kann, was nicht sein darf“!

Jesus gibt in dieser Schriftstelle schon einen Ausblick auf das was kommen wird.

Der Tod wird nicht mehr das Ende sein, sondern der Beginn eines neuen Lebens.

Ein schöner Gedanke. Eine Aussage, die Hoffnung und Kraft schenkt in diesen schweren Zeiten.

Der Schmerz über den Tod bleibt, wie die Dornen einer schönen Rose.
Was wir uns nicht entgehen lassen sollten, ist die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.

Alles was schmerzt, alles was weh tut und uns einschränkt, das alles lassen wir hinter uns und so kann ich mit Eric Clapton enden:

„Jenseits der Tür gibt es Frieden, ich bin sicher. Und ich weiß, es wird keine Tränen mehr geben im Himmel.“


Sommerliche Grüße und bleiben Sie behütet
Ihr Frank Schien, Gemeindereferent


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