Impuls der Woche - „Narrativ Jesus?“

77 Jahre lang haben Werte wie Offenheit, Toleranz, Empathie, Solidarität und Freiheit den Frieden zwischen den Völkern in Europa getragen. Braucht es angesichts des Ukraine-Krieges und der globalen Bedrohungen gegen unsere Demokratie, unsere Kultur und unsere Sicherheit neue Narrative?

Mit dem Aufkommen dieses Wortes hatte ich am Anfang meine Schwierigkeiten. Welche Bedeutung steckt dahinter? Laut Wikepedia ist es eine Erzählung, die eine Idee, einen Sinn vermitteln will. So frage ich mich:

Wie sieht das franziskanische Narrativ aus angesichts der politischen, gesellschaftlichen und klimaverändernden Situationen? Was bedeutet dies für die Sache Jesus? Wie erfahren wir heute sinnvermittelnd das Evangelium? Wie und wo spricht uns dieses Narrativ an?  In der franziskanischen Lebensweise und Spiritualität heißt es: „Unser Kloster ist die Welt“.

 

Negombo
Negombo, Sri Lanka, Foto: Andrea Mayer 2022

Franziskanisch heißt immer, auf das Evangelium bezogen und somit auf das Handeln Jesu. Jesus Zuwendung gilt vor allem den am Rande Stehenden und dem Leiden der Menschen und der Schöpfung. Ein Auftrag an uns, der zuerst im Raum der Stille, im aufmerksamen Hören wahrnehmbar ist, um Jesus Christus als „Urnarrativ“, als Wahrheit zu erkennen.

Diese Strahlkraft können wir in vielen Menschen erkennen, z.B. in den Familien, die füreinander da sind, in den Menschen: - die sich nicht unterkriegen lassen, - die Sterbende im Hospiz begleiten, - die beten, -die feiern, - die begeistert sind, - die helfen, wo Hilfe nötig ist, - die sich einsetzen für die Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit und Frieden.

 

Ostern arrativ Hoffnung
  „Osternarrativ: Hoffnung“   Foto: IBB 2022

Jesus Christus ist für uns von zentraler Bedeutung, weil uns in ihm Gott begegnet: „Ich bin, der ich bin und immer sein werde“. Wer sich ihm zuwendet, wendet sich letztendlich Gott zu. „An Jesus Christus glauben“ meint mehr, als nur sein Leben an ihm ausrichten. Er ist in uns und wir sind in ihm. Die Welt kann gotthaltig sein: Im Mitmenschen, im Brot, in Wasser und Wein, in der gesamten Schöpfung. Diese sinnvermittelnde Strahlkraft zeigt: Die Sache Jesu geht täglich weiter. Jesus lebt!

Václav Havel hat gesagt: „Hofffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

 

Friedensgebet: Freitag, 29.04. St. Michael, Freitag, 06.05. St.Elisabeth.

 

Eucharistische Anbetung: Achtung! Terminverschiebung wegen Probe Erstkommunion auf

Donnerstag,12.Mai, St.Michael

 

PAX ET BONUM

Br. Konrad,ofs (Bernd-Günter Barwitzki) Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!